Das Zero-Knowledge Kernkonzept
SeroCloud zielt auf das Privacy-Premium-Segment ab. Durch eine strikte Zero-Knowledge-Architektur werden alle Dateien und Metadaten bereits auf dem Endgerät verschlüsselt. Selbst bei einer vollständigen Kompromittierung der Serverinfrastruktur bleiben die Nutzdaten für Dritte und den Betreiber unlesbar. Der Key-Encryption-Key (KEK) verbleibt ausschließlich im flüchtigen RAM und wird beim Schließen der Anwendung sofort verworfen.
Full-Stack Rust Core & Custom Storage Engine
Um speicherbedingte Sicherheitslücken architektonisch auszuschließen, besteht das Backend aus Rust mit PostgreSQL für verschlüsselte Metadaten und einem eigenen S3-kompatiblen Blob-Storage (RustFS). Eine zentrale Rust-Kernbibliothek (serocloud-crypto) wird strikt von allen Clients genutzt, um Krypto-Implementierungsfehler auszuschließen.
Cross-Platform Multi-Client Stack
Das System bietet einen vielschichtigen Client-Zugang: Ein CLI-First MVP in Rust für Early Adopter, Desktop-Apps auf Tauri-Basis (Rust-Core via IPC für minimale Speicherlast), Mobile-Apps in Flutter (FFI-Brücke zu Rust-Krypto) sowie eine Web-App mit Astro und WebAssembly Web Workern für unterbrechungsfreies UI-Rendering bei großen Dateien.
Infrastruktur-Evolution & Kosteneffizienz
In der frühen Entwicklung basierte SeroCloud auf einem komplexen Kubernetes Multi-Projekt-Setup in Google Cloud mit strikt getrennten IAM-Rollen. Um dauerhaft hohe Serverless-Kosten bei rechenintensiven Hintergrunddiensten zu vermeiden, wurde die Infrastruktur gezielt auf einen eigenen containerbasierten Netcup Root-Server (Docker/Podman + NixOS) mit lokalem Git-Server migriert. Das senkte die jährlichen Infrastrukturkosten drastisch auf das Niveau früherer zwei Monatsrechnungen.