Das Problem & Hardware Reverse Engineering
Der Kensington VeriMark Desktop (USB-Sensor Synaptics FS7600) besitzt vom Hersteller keinerlei Linux-Treiber. Das proprietäre Protokoll nutzt ein hardwareseitiges Pairing und ein TLS-Handshake direkt im Chip, weshalb ein einfaches USB-Wire-Protocol Reverse-Engineering fehlschlägt und die kryptografische Logik in den Windows-DLLs gebunden ist.
C PE-Loader & WDF Emulation Layer
Um die Hardware unter Linux nutzbar zu machen, wurde eine C-basierte Emulationsschicht (libtudor) entwickelt. Ein eigener PE-Loader mappt die originalen, unveränderten Windows-Treiber-DLLs direkt in den Linux-Prozessraum. Die vom Treiber benötigten WinAPI- und WDF-Kernel-Funktionen werden emuliert und USB-Transfers transparent an libusb durchgereicht.
KI-Gestützte Binär- & Trace-Analyse
Dieses Projekt entstand unter intensivem Einsatz von KI als Engineering-Partner: Die KI wurde gezielt zur Analyse komplexer Binär-Traces, Memory-Alignment-Fehler (wie uninitialisierte Struct-Padding-Bytes in WINBIO_IDENTITY, die stumme Verifikationsfehler auslösten) und zur Behebung tiefer Emulations-Crashes eingesetzt.
NixOS, PAM & FIDO2 2FA Integration
Verpackt als Fprintd-TOD-Plugin und eigenes NixOS-Modul ermöglicht der Treiber vollwertige biometrische Authentifizierung in Linux für sudo, Display-Manager und System-Logins. Zudem wird das Composite-Device genutzt, um FIDO2/CTAP2-2FA für Passwortmanager bereitzustellen.